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Kurzkonzept der Natur- und Umweltschule Dresden

von der Didaktik (Lehre des Lehrens) zur Mathetik (Lehre des Lernens)

Präzisierung vom 23. Juli 2012

In der Natur- und Umweltschule werden zentrale Elemente des schulorganisatorischen Modells des Jenaplans mit der Waldpädagogik verbunden. Diese geben dem Lernalltag Form und der Realisierung der inhaltlichen Schwerpunkte der NUS Orientierung. Die Konzeption des Jenaplans trägt der gewünschten Balance zwischen Individuationsprozess des einzelnen Kindes einerseits und der  Integration in die Gemeinschaft und Entwicklung sozialer Kompetenz andererseits in harmonischer Weise Rechnung. Eine besondere Beachtung im Konzept der Schule erfährt der natürliche Bewegungsdrang der Kinder, der Bewegungsanteil drinnen und draußen ist signifikant hoch, das gilt ebenso für den Grad der praktischen Umsetzung.

Schule als öffentlicher Lern- und Lebensort

Lernen ist nicht allein der Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, sondern auch als identitätsbildender Prozess durch Selbst- und Welterfahrung zu verstehen. Ziel der pädagogischen Arbeit der NUS ist es, Kinder in ihrer Entwicklung zu einer selbstbestimmten Persönlichkeit innerhalb einer Gemeinschaft zu begleiten und zu fördern. Die NUS begreift sich als ein Ort, von dem Impulse ausgehen und der Impulse aufnimmt. Gemeinsames Interesse jeder Kooperation ist es, sich für die gelungene Bildung eines jeden Kindes zu engagieren und diese zu fördern. In diesem Sinne gilt es, vielfältige Potentiale in verschiedenen Formen des Zusammenwirkens fruchtbar zu machen. Die Schule wird als Ort begriffen, der über die Wissensvermittlung hinaus ein Ort des lebendigen Miteinanders ist, in dem jeder einzelne wichtig ist. Sie ist ein Ort der kulturellen Begegnung, des Austauschs und der Potentialentfaltung, ein Lebensort, zum wohl fühlen. Er befindet sich am Eingang zur Gartenstadt Hellerau und fühlt sich deren vielfältigen reformpädagogischen Ansätzen verpflichtet.

Lernraum Natur

  • Umwelterziehung ist Teil des Bildungsauftrages und konzeptioneller Schwerpunkt der NUS. Die Natur ist Ursprung allen Lebens und bildet für die Natur- und Umweltschule Dresden (NUS) den Ausgangspunkt für die lebendige Erfahrung der Kinder, selbst Teil ihrer Umwelt zu sein und erlernen Kompetenzen, aktiv und verantwortungsvoll Beziehungen zu gestalten.
  • Die NUS nutzt das Konzept der Wald-(Kindergarten)-Pädagogik, greift es im Sinne der Kinder für den Grundschulbereich auf und entwickelt es perspektivisch u.a. mit Erkenntnissen aus der Natur-, Erlebnis- und Umweltpädagogik weiter. Sie verknüpft die Lernräume „Gruppenzimmer“ und „Wald“. Beide Erfahrungsräume ergänzen einander und bieten Kindern differenziert nach Jahreszeiten und Wetter unterschiedlich strukturierte Bildungsorte. Kinder brauchen Arbeits- und Lernmaterialien sowie den freilassenden, natürlichen Erfahrungs- und Experimentierraum Natur zur freien Entfaltung.
  • Der Lernraum Wald und das Draußen sein spielen an der NUS eine besondere Rolle. Während bei anderen Schulkonzepten Naturbegegnungen additiv sind, sind diese an der NUS grundlegender Bestandteil des täglichen Lernens. Die Lernaktivitäten finden so oft wie möglich im Freien statt, um die Natur als wesentlichen Lernraum zu nutzen. Die Kinder stellen sich auf die Gegebenheiten ein, was ihre Kreativität und Flexibilität fördert.
  • Die Schule ist ökologisch organisiert. Es werden umweltfreundliche bzw. gebrauchte Produkte verwendet. Durch Exkursionen und zahlreiche Naturprojekte, wie die zu jeder Jahreszeit stattfindende Waldwoche, werden Lerninhalte u.a. in den Themenbereichen Natur-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit über den Lehrplan hinaus besonders vertieft. Nicht zuletzt sensibilisieren die Pädagogen für ökologische Zusammenhänge: Die Kinder sammeln praktische Erfahrungen beim Beschaffen und Herstellen von gesundem ökologisch erzeugtem Essen, beim Herstellen von Farben aus gefundenen Materialien, beim Müllsammeln im Wald, bei der Abfalltrennung und Kompostierung und reflektieren diese.

  • Das kontinuierliche intensive Erleben von Wetter, Jahreszeiten und Vegetation in Verbindung mit dem fachlichen Lernen durch Experimente, Projekte, Beobachtungen und Auswerten ermöglicht sinnliches Erleben von Lerninhalten und hat Potenzial auf naturwissenschaftlichem Gebiet: Durch das Erarbeiten grundlegender sachkundlicher Aspekte in den Bereichen Artenkenntnis, Bodenkunde, Flora, Fauna, Ökologie und Naturschutz erwerben die Schüler erweiterte Kompetenzen in naturtypischen Denk- und Arbeitsweisen für den weiterführenden naturwissenschaftlichen Unterricht.

Ziele und Lernorganisation

Das Wissen und die Fähigkeiten, die unsere Kinder in Zukunft brauchen, sind heute zu einem großen Teil noch gar nicht bekannt. Sie müssen also in der Lage sein, sich notwendiges Wissen und hilfreiche Fähigkeiten selbständig und eigenverantwortlich zugänglich zu machen und anzueignen. Ziel der Natur- und Umweltschule ist es, nachhaltiges Wissen durch selbstbestimmtes und erfahrungsreiches Lernen zu fördern.

  • Das Konzept nutzt die Elemente der Projektmethode und des offenen Unterrichts in sozialer, organisatorischer und methodischer Hinsicht.
  • Im Vordergrund der täglichen Arbeit stehen der natürliche Wissensdurst und der individuelle Lernrhythmus. Die Kinder lernen vorwiegend über das eigenständige Tun, Erproben, Untersuchen, Experimentieren, Erfinden und Erleben.

Die angewendeten Inhalte und Methoden fördern das Kompetenzerleben der Kinder durch wertschätzendes Lernklima. Die Schüler erfahren die Wahrnehmung ihres Kompetenzzuwachses als Motivation.

  • Ab dem kommenden Schuljahr stellen die Pädagogen auf der Grundlage des sächsischen Bildungsplans einen Themenkatalog für die vier Jahrgangsstufen auf. Die Schüler erarbeiten sich diesen Katalog im Laufe des Schuljahrs mit Hilfe von Wochenplänen, die den Schülern die individuelle Umsetzung differenzierter Lernwege ermöglichen. Je nach Lernstand erhalten sie dabei im notwendigen Umfang eine auf den Einzelnen zugeschnittene Unterstützung. Jedes Kind entscheidet, wann es welches Thema behandelt, welches Arbeitsmaterial es dazu nutzt und wie es sein Ziel erreicht. Die Lerngruppen sind jahrgangsübergreifend organisiert, wodurch die Kinder Lernende und Lehrende zugleich sind.
  • Kreise dienen dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch sowie der Reflexion. Sie helfen, eine Gesprächskultur auszubilden, Themen zu bewältigen und eine Meinung zu entwickeln. Der Gesprächskreis ist der Ort, in dem der Einzelne Ergebnisse präsentieren kann, Wertschätzung erfährt und in dem die Gruppe ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt.
  • Kinderkonferenzen finden bei größeren, komplexen Themen statt und werden nach demokratischen Grundsätzen durchgeführt. Die Pädagogen unterstützen den Prozess, leiten aber auch hier zur Selbständigkeit an. Kinderkonferenzen werden feierlich begangen.
  • Im Wortgutachten erhalten die Schüler Rückmeldung zu ihren Fortschritten und Anregung, wie sie Herausforderungen bewältigen können. Die Grundhaltung ist die der Ermutigung und Wertschätzung

Pädagoginnen als Lernbegleiter


Die Pädagogen unterstützen die Kinder in ihrem selbstbestimmten Lernprozess: Sie sind Initiator bzw. Lernbegleiter, Berater und Anreger. Sie helfen den Schülern bei der selbständigen Lösungsfindung und fördern sie, indem sie Fragen stellen. Sie helfen bei der Fehleranalyse und vollziehen den gedanklichen Prozess der Kinder nach. Dazu ist ein ständiges Reflektieren des Lernprozesses beim Lehrer und im gesamten pädagogischen Team nötig.

Die Pädagogen regen Partnerschaften zwischen den Kindern für Hilfestellungen untereinander und für das Lernen voneinander an.

Durch Vorbildwirkung vermitteln die Pädagogen die Haltung der gleichwürdigen Beziehungsgestaltung und den Umgang mit Konflikten.

Mitbestimmung

Die Kinder nehmen aktiv an den schulbestimmenden demokratischen Entscheidungen ihrer Schule teil. Sie lernen, dass sie Einfluss auf die Gestaltung der Regeln haben und für diese verantwortlich sind.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern

Bei der Organisation des Schulalltags und der Umsetzung des pädagogischen Konzeptes wirken die Pädagogen eng mit den Eltern zusammen. Das Fachwissen und die Kompetenzen der Eltern sind bei der Planung und Gestaltung der Schultage notwendig und sehr willkommen.



Übersicht mit den konzeptionellen Schwerpunkten der NUS





Kontakt

Natur- Umweltschule
Manfred von Ardenne-Ring 20 (Haus A)
01099 Dresden
Tel.: 0351/21359740
Fax.:0351/ 21359742

natur-umweltschule@vsp-dresden.de


Haltestelle

Moritzburger Weg -> Straßenbahnlinien 7 und 8
 
Hier finden Sie die Umweltschule...

 

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